Lernförderlichkeit

 „Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.“ 

Das Maß, in dem es notwendig ist, lernförderliche Maßnahmen zu ergreifen, ist direkt abhängig von der Abweichung eines Dialogs von beim Besucher gespeicherten kognitiven Mustern. Diese basieren auf Erfahrung mit anderen Websites und ermöglichen ihm eine Adaption seiner Kenntnisse auf neuen Websites. 




Jedoch nicht für alle Inhalte gibt es erprobte Ideallösungen und es ist auch nicht wünschenswert, dass alle Systeme gleich gestaltet sind, nur um in diese mentalen Muster zu passen. Es gibt jedoch eine Grundregel über den zumutbaren Grad der Beanspruchung mentaler Kapazitäten: 
„Je seltener ein Besucher eine Website besucht, desto weniger ist es ihm zuzumuten, dass er ihre Bedienung erst erlernen muss.“ 
 
Die Beanspruchung mentaler Kapazitäten führt im besten Fall zu einer Verlangsamung der Interaktion des Besuchers mit einer Website, im schlimmsten Fall zur Unfähigkeit, einen Dialog effektiv zu beenden. 
Deshalb gilt: So komplex der abzubildende Dialog auch sein mag, Ihre Zielgruppe verfügt über einen Schatz von mentalen Modellen, die ihr mit geringer Transferleistung die Bedienung eines auf diese Muster ausgelegten Systems erlauben. 
In den seltensten Fällen ist der Weg, der zur Erreichung typischer Website-Ziele führt, so komplex, dass man es dem User zumuten muss, eine neue Art der Navigation oder die Abarbeitung bestimmter Aufgaben zu erlernen.  
Für unerfahrene Besucher und komplex abzubildende Vorgänge sollten Sie jedoch verschiede Hilfestellungen anbieten: 
  • logischer Aufbau der Seite
  • logische Abläufe
  • Hilfeseiten
  • FAQ
  • Guided Tour
  • Visual Guiding
Jedoch sollte nicht vergessen werden, dass auch diese Hilfestellungen gebrauchstauglich sein müssen, um nicht eine Hilfe zur Hilfe notwendig zu machen.

weiterführende Literatur

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